Pizza

Wer mich kennt, weiß, welche Pizza ich immer beim Italiener bestelle: Frutti die Mare.

Derzeit mache ich bei einem Pizza-Test mit. Dabei bin ich auf die Geschichte der Pizza gestossen.

Geschichte der Pizza.
Ursprung der Pizza.

Die Spezialität findet ihren Ursprung in Neapel. Dort ging man Ende des 17. Jahrhunderts dazu über, die bis dahin wenig geschmackvollen
Brotfladen mit Knoblauch, Schweineschmalz und grobem Salz zu verbessern. Um diese Zeit herum brachten Seefahrer
aus Peru Tomaten mit, die allmählich in Europa heimisch wurden. Trotzdem dauerte es noch weitere hundert Jahre, bis die
schönen roten Früchte auf der Pizza landeten. Erst ab 1773 ist die
Verwendung von Tomaten als Pizzabelag bekannt.
Pizza für die arme Bevölkerung.
Die arme Bevölkerung von Neapel erkannte schnell, was sie an der
Pizza hatte: sie kostete wenig und machte satt. Zudem ließ sich
Pizza im Handumdrehen problemlos zubereiten und ohne Aufwand
verspeisen. Man verzichtete auf Teller und Besteck, faltete den
Fladen zusammen und aß ihn aus der Hand. Somit brauchte das damals
kostbare Wasser nicht für den Abwasch vergeudet zu werden.
Es dauerte nicht mehr lange bis immer mehr Bäckereien Pizza in ihr
Backangebot mit aufnahmen.
Vom Straßenhandel zu den ersten Pizzerien.
Die Waren wurden zunächst an Straßenhändler weitergegeben,
die mit einfachen Warmhalteöfen loszogen und Pizza überall in
der Stadt zum Verkauf anboten. Aber auch die Bäckereien selbst
verkauften Pizza „über die Straße“ und stellten auch mal Tische und
Stühle vor den Laden, um es den Kunden bequemer zu machen.
Aus diesen Anfängen entstanden schließlich die ersten Pizzerien.
Namen für die ersten Pizza-Varianten.
Im alten Neapel waren zwei Pizza-Varianten besonders populär:
„Marinara“ und „Margherita“ verkörpern bis heute die original neapolitanische
Pizza.
„Pizza Marinara“ („nach Fischerart“) verdankt ihren eigenständigen
Charakter frischen Tomaten, Knoblauch, Oregano, Salz und Olivenöl.
Der Name verweist darauf, dass diese Pizza als erste Stärkung
für Fischer diente, die vom Fang zurückkehrten. Außerhalb Neapels
ist die „Marinara“ übrigens auch als „Napoletana“ bekannt. Die
„Pizza Margherita“ mit Tomaten, Salz, Olivenöl, Mozzarella und
Basilikum wurde genau am 11. Juni 1889 „geboren“. Dazu gibt es
eine schöne Geschichte: Königin Margarete von Savoyen gelüstete
es nach herzhafter neapolitanischer Kost. So kam Pizzabäcker Raffaele
Esposito zu der Ehre, sein Können in der königlichen Küche zu
beweisen. Die Zutaten brachte er mit und kreierte u.a. eine Pizza in
den italienischen Nationalfarben Grün (Basilikum), Weiß (Mozzarella)
und Rot (Tomaten). Diese Pizza mundete der Herrscherin besonders
gut, und deshalb nannte Don Esposito seine Kreation ihr zu Ehren
„Margherita“.

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